DIE STIFTUNG IN DER ANDENREGION

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung arbeitet mit drei Büros in 14 lateinamerikanischen Ländern. 2003 eröffnete die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein Regionalbüro in São Paulo. Es koordiniert die Arbeit in Brasilien, Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. 2008 kam ein Büro in Mexiko-Stadt hinzu, um die langjährige Projektarbeit in Guatemala, Nicaragua, Costa Rica, Mexiko und Kuba zu vertiefen. Im März 2010 nahm ein Büro in Quito die Arbeit in Bolivien, Ecuador, Venezuela und Kolumbien auf. Außerdem ist die Stiftung durch ProjektkoordinatorInnen in Bolivien und Venezuela präsent.

Der Linksruck in Lateinamerika in den vergangenen Jahren weckte Hoffnungen. Die Rosa Luxemburg-Stiftung bietet Räume an, in denen diese Prozesse in der Region kontrovers diskutiert werden können und in denen ein gleichberechtigter Erfahrungsaustausch zwischen AkteurInnen aus Nord und Süd möglich ist.

In der Andenregion spielt die Analyse des gegenwärtigen rohstofforientierten Entwicklungsmodells der Region eine wesentliche Rolle. Welche Alternativen gibt es hierzu? Die Stiftung unterstützt Partner, die daran arbeiten, sowohl auf der Seite der linken Regierungen als auch der sozialen Bewegungen – sei es mit Analysen oder durch die Arbeit mit Betroffenen.

Ein weiterer Schwerpunkt der politischen Bildungsarbeit der Stiftung in den Andenländern fördert die Partizipation von benachteiligten Gruppen, insbesondere von Indigenen, Frauen, sozial benachteiligten Jugendlichen sowie MigrantInnen. Ausserdem stellt die Stiftung Räume für Debatten über Partizipation, Sozialismus und Demokratie her, die insbesondere in den linksregierten Ländern Bolivien, Venezuela und Ecuador den Aufbau von partizipativen und basisorientierten Demokratien fördern sollen.

 

Neuigkeiten


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Alternativen zu Entwicklung

von Ulrich Brand

In Quito wurde eine Arbeitsgruppe mit ExpertInnen aus 6 Ländern Lateinamerikas eingerichtet. Es geht um Alternativen zur kapitalistischen Globalisierung unter Berücksichtigung indigener Kämpfe und feministischer Perspektiven.

Spürte man auf dem Weltsozialforum Mitte Februar in Dakar förmlich den historischen Rückenwind der demokratischen Revolutionen in Nordafrika, so fand eine wichtige Initiative der Rosa-Luxemburg Stiftung in Lateinamerika nun vor dem Hintergrund des Nukleardesasters in Japan statt. Dieses zeigt deutlich, dass ein kapitalistisch getriebenes, auf unverantwortliche Großtechnologien setzendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem enorm störanfällig ist. Es bedarf grundlegender Alternativen.

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Seminar zu indigener Justiz, Plurinationalität und Interkulturalität

An 5. Dezember 2010 fand im Rahmen des von der Rosa Luxemburg Stiftung unterstützten, Forschungsprojekts “Indigene Justiz, Plurinationalität und Interkulturalität in Ecuador und Bolivien”, koordiniert von Boaventura de Sousa Santos, ein gleichnamiges Seminar in den Räumen der Stiftung in Quito statt. Das Ziel des Seminares war es, durch den Austausch von Experten sowohl aus dem Bereich der eurozentrischen wie der indigenen Justiz, die politischen und methodologischen Grundzüge des für 2011 angesetzen Forschungsprojekts zu definieren.

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Lateinamerikanische Dialoge: Ökologische Gerechtigkeit für ein “erfülltes Leben”

Am Mittwoch den 8. Dezember 2010 veranstaltete das Andenbüro der Rosa Luxemburg Stiftung in Kooperation mit Radialistas apasionadas y apasionados und dem Centro Latino Americano de Ecología Social (CLAES) in Quito einen partizipativen Dialog mit dem uruguayanischen Sozialökologen Eduardo Gudynas zum Thema Ökologische Gerechtigkeit für ein “erfülltes Leben”. Mit auf dem Podium sass außerdem Wilton Guranda, Rechtsanwalt der nationalen Koordinationstelle für die Rechte von Natur und Umwelt der Ombudsstelle für Menschenrechte von Ecuador.

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