STIPENDIEN

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Seit 1999 vergibt das Studienwerk der Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) Stipendien an in- und ausländische Studierende und DoktorandInnen, welche ihr Studium oder ihr Promotionsvorhaben in Deutschland absolvieren.

Die Rosa Luxemburg Stiftung ist eine politische Bildungseinrichtung und steht der Partei DIE LINKE – früher Linkspartei.PDS – nahe. Ihr Ziel ist es, zur Demokratisierung politischer Willensbildung, zu sozialer Gerechtigkeit und Solidarität sowie zur Überwindung patriarchaler, ethnischer und nationaler Unterdrückung beizutragen.

Seit Beginn der Förderung 1999 hat das Studienwerk der RLS fast 900 StipendiatInnen aus dem In- und Ausland gefördert. Aktuell befinden sich knapp 400 Studierende und DoktorandInnen in der Förderung. Jährlich werden ca. 120 StipendiatInnen neu aufgenommen, darunter ca. 25 DoktorandInnen.

Förderkriterien und Stipendienarten

Gemäß des Ziels der RLS fördert das Studienwerk Studierende und Promovierende, die sich durch hohe fachliche Leistungen sowie durch ein aktuelles ausgeprägtes gesellschaftliches und soziales Engagement im Sinne der Rosa Luxemburg Stiftung auszeichnen.

Das Studienwerk zielt auf den Ausgleich sozialer, politischer oder geschlechtlicher Benachteiligung; bei vergleichbaren Leistungen und vergleichbarem Engagement werden daher Frauen, sozial Bedürftigte und Menschen mit Behinderungen bevorzugt. Studierende und Promovierende naturwissenschaftlicher, technischer und ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen werden ausdrücklich zu einer Bewerbung ermutigt.

Auswahl der StipendiatInnen

Für die Auswahl der StipendiatInnen setzt die Rosa Luxemburg Stiftung einen Auswahlausschuss ein. Dieser setzt sich zusammen aus 10 VertrauensdozentInnen, 4 StipendiatInnen, 2 ehemaligen StipendiatInnen und 4 externen Mitgliedern, die vom Vorstand der Stiftung berufen werden. Der Auswahlausschuss erarbeitet Vorschläge für die Vergabe von Stipendien, über die der Vorstand der Stiftung entscheidet.

Studienstipendien

Promotionsstipendien

Anfragen und Information:

Tel.:

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Telefonische Sprechzeiten für BewerberInnen:
Mo, Mi  9:00-12:00

Di, Do 13:00-16:00

Förderprogramm

Neben dem Stipendium besteht die Förderung aus einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, das sich aus Seminaren zu Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens, DoktorandInnenseminaren, Konferenzen, Ferienakademien, Workshops und Bildungsreisen zusammensetzt. Die Förderung der stipendiatischen Selbstverwaltung und der stipendiatischen Arbeitskreise sind ebenfalls Bestandteil des Begleitprogramms.

 

Neuigkeiten


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Alternativen zu Entwicklung

von Ulrich Brand

In Quito wurde eine Arbeitsgruppe mit ExpertInnen aus 6 Ländern Lateinamerikas eingerichtet. Es geht um Alternativen zur kapitalistischen Globalisierung unter Berücksichtigung indigener Kämpfe und feministischer Perspektiven.

Spürte man auf dem Weltsozialforum Mitte Februar in Dakar förmlich den historischen Rückenwind der demokratischen Revolutionen in Nordafrika, so fand eine wichtige Initiative der Rosa-Luxemburg Stiftung in Lateinamerika nun vor dem Hintergrund des Nukleardesasters in Japan statt. Dieses zeigt deutlich, dass ein kapitalistisch getriebenes, auf unverantwortliche Großtechnologien setzendes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem enorm störanfällig ist. Es bedarf grundlegender Alternativen.

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Seminar zu indigener Justiz, Plurinationalität und Interkulturalität

An 5. Dezember 2010 fand im Rahmen des von der Rosa Luxemburg Stiftung unterstützten, Forschungsprojekts “Indigene Justiz, Plurinationalität und Interkulturalität in Ecuador und Bolivien”, koordiniert von Boaventura de Sousa Santos, ein gleichnamiges Seminar in den Räumen der Stiftung in Quito statt. Das Ziel des Seminares war es, durch den Austausch von Experten sowohl aus dem Bereich der eurozentrischen wie der indigenen Justiz, die politischen und methodologischen Grundzüge des für 2011 angesetzen Forschungsprojekts zu definieren.

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Lateinamerikanische Dialoge: Ökologische Gerechtigkeit für ein “erfülltes Leben”

Am Mittwoch den 8. Dezember 2010 veranstaltete das Andenbüro der Rosa Luxemburg Stiftung in Kooperation mit Radialistas apasionadas y apasionados und dem Centro Latino Americano de Ecología Social (CLAES) in Quito einen partizipativen Dialog mit dem uruguayanischen Sozialökologen Eduardo Gudynas zum Thema Ökologische Gerechtigkeit für ein “erfülltes Leben”. Mit auf dem Podium sass außerdem Wilton Guranda, Rechtsanwalt der nationalen Koordinationstelle für die Rechte von Natur und Umwelt der Ombudsstelle für Menschenrechte von Ecuador.

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